Im Bodybuilding und Sport werden verschiedene Nahrungsergänzungsmittel verwendet. Neben dem beliebten Protein sind dies oft Omega-3-Fettsäuren, Coenzym Q-10 sowie verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. Ein Produkt erfreut sich jedoch unter Sportlern besonderer Beliebtheit: Kreatin. Diese Kombination ausgewählter Aminosäuren bietet eine Reihe von Vorteilen, insbesondere für Menschen, die keine AAS verwenden. Die Frage ist jedoch, ob Kreatin während einer Steroidkur sinnvoll ist. Wenn Sie die Antwort wissen möchten, erfahren möchten, wie Kreatin wirkt und wie Sie eine Kreatinkur planen, empfehlen wir Ihnen, diesen Artikel zu lesen.
Kreatin – ein Super-Nahrungsergänzungsmittel?
Zunächst einmal genauer erklärt, was Kreatin ist. Es ist eine Stickstoffverbindung, die in Leber, Nieren und Bauchspeicheldrüse synthetisiert wird und aus drei Aminosäuren besteht:
• Arginin,
• Glycin,
• Methionin.
Es kommt in zwei Formen vor – frei und an Phosphat gebunden (PCr). Kreatin befindet sich zu 95 % in der Skelettmuskulatur und ist dort unter anderem für die schnelle ATP-Reproduktion in den Muskelzellen verantwortlich. Dies ermöglicht den Aufbau maximaler Kraft und die Aufrechterhaltung einer längeren Ausdauer.
Wir nehmen Kreatin mit tierischen Lebensmitteln, genauer gesagt mit rotem Fleisch und Fisch, auf. Dadurch erhalten wir jedoch nur etwa 1–2 Gramm dieser Substanz pro Tag, was für Trainierende möglicherweise nicht ausreicht. Daher ist Kreatin auch als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich und zählt zu den am besten untersuchten Verbindungen, die unter anderem für den Muskelaufbau eingesetzt werden.
Am häufigsten wird Kreatin-Monohydrat verwendet, da es vom Körper am besten vertragen wird. Darüber hinaus werden mikronisiertes Monohydrat mit besserer Löslichkeit, Kreatinethylester, HCl und gepufferte Form genannt. In der Praxis ist Kreatin-Monohydrat jedoch die beste aller Nahrungsergänzungsmittel.
Was bewirkt Kreatin? Studien zeigen, dass Kreatin die Maximalkraft um 5 bis 15 % steigern und die Explosivkraft erhöhen kann. Höhere PCr-Ressourcen ermöglichen zusätzliche Wiederholungen bei maximaler Intensität, und eine schnellere ATP-Auffüllung ermöglicht eine schnellere Regeneration zwischen den Sätzen.
Zudem werden die Muskeln besser hydratisiert. Eine höhere Retention bedeutet einen stärkeren Pumpeffekt, kann aber auch den Katabolismus verlangsamen. Darüber hinaus kann Kreatin die Expression anaboler Proteine erhöhen und so zum Muskelaufbau beitragen. Die Wirkintensität ist jedoch deutlich geringer als bei AAS. Betrachten wir nun, ob sich die Kombination von Steroiden mit Kreatin lohnt.
Kreatin während einer Kur – ist das sinnvoll?
In der Regel ist Kreatin während einer Steroidkur sinnvoll. Es kann Synergien mit ausgewählten AAS eingehen, insbesondere bei Präparaten mit einer eher begrenzten Wirkung. Dabei geht es in erster Linie um eine effektivere und natürlichere Regeneration. Einige Studien deuten darauf hin, dass Kreatin aufgrund seiner Stabilisierung von ATP-ADP und des Schutzes der Mitochondrien eine schützende Wirkung auf den Herzmuskel haben könnte, doch gibt es dafür keine eindeutigen Belege.
Kreatin in einem Steroidzyklus kann jedoch das Wirkungsbild verzerren. In Kombination mit stark aromatisierenden AAS kann es einen stärkeren Wasserpumpeneffekt hervorrufen, der manchmal mit dem Aufbau von Muskeln verwechselt wird. Es schützt die Muskeln jedoch dennoch vor Katabolismus.
Kreatin kann für Bodybuilder sehr nützlich sein. Es bleibt lediglich die Vorbereitung eines geeigneten Protokolls für die Anwendung – ein korrekter Kreatinzyklus kann dazu beitragen, die Wirkung von AAS zu maximieren.
Beispielprotokoll für die Kreatineinnahme vor, während und nach einem Zyklus
Kreatin sättigt den Körper, d. h., die Wirkung tritt nicht sofort nach der Einnahme ein. Es dauert etwas Zeit. Die Standarddosis beträgt 5 g/Tag. Es dauert etwa einen Monat, bis die Muskeln vollständig gesättigt sind und echte Vorteile bringen. Aus diesem Grund verwenden sowohl Naturals als auch Cokes häufig eine sogenannte „Loading“-Dosis. Dabei werden 20 g pro Tag in 4 Portionen über einen Zeitraum von etwa 5–7 Tagen eingenommen. Dies führt zu einer schnellen Sättigung, kann aber gleichzeitig Verdauungsprobleme verursachen.
Bei der Einnahme von AAS beträgt die Standarddosis 3–5 Gramm pro Tag. Dadurch wird der Kreatinspiegel im Körper konstant gehalten. Die Wirkung von Kreatin während eines Zyklus wurde oben beschrieben. Falls Sie Angst vor einem „Pump-up“-Effekt haben, sollte dieser nach etwa 10 Tagen nach dem Absetzen (z. B. am Ende der Steroidperiode) nachlassen.
Es ist jedoch sehr wichtig, Kreatin mindestens weitere 4 Wochen einzunehmen – also mehr oder weniger für die PCT-Phase. Wie wirkt Kreatin nach einem Zyklus? Zunächst einmal schützend. Es beugt Muskelabbau vor und ermöglicht es Ihnen, Kraft und Energie auf einem ähnlichen Niveau zu halten. Sie können es auch kontinuierlich, ohne Pausen, einnehmen.
Kreatin und AAS – lohnt es sich?
Aus den obigen Informationen geht hervor, dass die Kombination von Kreatin und dem AAS-Zyklus erhebliche Vorteile bringt. Das Protokoll ist von großer Bedeutung, da es eine ausreichende Versorgung des Körpers mit Kreatin ermöglicht, was zu einer schnelleren Regeneration und dem Stoppen kataboler Prozesse führt. Gleichzeitig ist zu beachten, dass das Risiko von Nebenwirkungen bei richtiger Anwendung gering ist. Es ist jedoch zu beachten, dass Kreatin bei Personen, die Steroide einnehmen, eher eine unterstützende als eine primäre Wirkung hat. Die Anwendung sollte daher unbedingt auch nach dem Zyklus selbst in Betracht gezogen werden.
