Steroide und Leber- und Nierenfunktion: Wie kann das Risiko von Schäden minimiert werden?

Starke Pharmakologie, die unter anderem von Bodybuildern verwendet wird, bleibt dem Körper gegenüber nicht gleichgültig. Einerseits können Schwankungen des Hormonspiegels zu Kreislaufproblemen, einer körpereigenen Testosteronproduktion und einer Reihe weiterer Komplikationen führen. Zum anderen wirken sie sich auf bestimmte Organe aus, unter anderem auf die Leber, die alle Stoffe verstoffwechselt, die – vor allem oral – in den Körper gelangen. Am zweithäufigsten werden durch die Einnahme von AAS die Nieren beeinträchtigt – die natürlichen Filter des Blutes, die es von Giftstoffen reinigen und diese über den Urin ausscheiden. In diesem Artikel beschreiben wir, wie sich AAS auf diese Organe auswirken können, welche Symptome eine Schädigung mit sich bringt und wie sich das Risiko minimieren lässt (einschließlich der Frage, ob Leberpräparate helfen). Wir laden Sie zum Lesen ein.

Wie wirken sich Steroide auf die Leber aus?

Sie müssen sich darüber im Klaren sein, dass alle von Bodybuildern und Sportlern verwendeten Steroide die Leber beeinträchtigen und belasten. Manche tun dies jedoch in geringerem, andere in größerem Ausmaß. Man geht davon aus, dass oral eingenommene Substanzen am giftigsten sind, da sie über diesen Magen-Darm-Trakt in die Blutbahn gelangen. Injizierbare Steroide können bei längerer Anwendung eine stärkere Wirkung auf dieses Organ haben.

Ausgewählte AAS können in diesem Körperbereich verschiedene Nebenwirkungen hervorrufen. Von blutenden Zysten bis hin zu bösartigen Tumoren. Darüber hinaus kann die Einnahme anabol-androgener Steroide zu Gelbsucht, Choleostase und Gewebefibrose führen. Aus diesem Grund ist die Beziehung – Leber und Steroide – „toxisch“ und Sie sollten immer am Puls der Zeit bleiben.

Wie wirken sich Steroide auf die Nieren aus?

Andererseits ist, wie oben erwähnt, auch die Beziehung zwischen anabolen Steroiden und den Nieren von großer Bedeutung. AAS kann nicht nur diese Organe, sondern auch damit verbundene Körperfunktionen beeinträchtigen. Ihre Verwendung kann unter anderem dazu führen, dass Wasser im Körper zurückgehalten wird und das Blutvolumen zunimmt. Als Folge tritt häufig eine hypertensive Nephropathie auf. Darüber hinaus entwickeln Bodybuilder, die Steroide missbrauchen, eine fokale segmentale Glomerulosklerose, die unter anderem zur Zerstörung der Filtrationsmembran und zu Nierenversagen führt.

Zudem verfügen diese Organe über eingeschränkte Fähigkeiten in puncto „Blutfilterung“. Je größer die Muskelmasse, desto höher ist der Kreatinin- und Stickstoffgehalt im Körper, was zu einem schnelleren „Verschleiß“ der Muskeln führt. In diesem Zusammenhang ist der Zusammenhang zwischen einer proteinreichen Ernährung und den Nieren erwähnenswert – Bodybuilder nehmen häufig übermäßige Mengen dieses Makronährstoffs zu sich, was zu Dehydration und Überlastung führt.

Teilweise besteht auch ein Zusammenhang zwischen dem Zustand der Leber, des Kreislaufsystems und der Nieren. Bei Bodybuildern kann es unter anderem durch eine Verschlechterung des Lipidprofils zu Nierenschäden kommen. Dies fördert den Anstieg entzündungsfördernder Zytokine, was unter anderem manchmal zu einer Nierenentzündung führt.

Was sind die Symptome einer Leberschädigung durch Steroide?

Aber kommen wir zurück zum Thema „Leber und Steroide“. Welche Symptome treten bei einer durch Steroide verursachten Leberschädigung auf? Zu den ersten Anzeichen, die oft nicht mit dieser Erkrankung in Verbindung gebracht werden, gehören: Appetitlosigkeit, Völlegefühl, dunkler Urin, heller Stuhl sowie Müdigkeit und Lethargie. In späteren Stadien können spezifischere Symptome auftreten, darunter:

• Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut und des Weißen im Auge),

• anhaltender, nächtlicher Juckreiz der Haut,

• Schmerzen im Leberbereich,

• Lebervergrößerung bei Palpation.

Bei schwerem Leberversagen kann es zu Problemen mit der Blutgerinnung und zu Nasen- oder Zahnfleischbluten kommen. Charakteristisch sind außerdem Aszites und Ödeme. Hinzu kommen Bewusstseinsstörungen, Schwund und Besenreiser.

Symptome einer Nierenschädigung durch Steroide

Auch die Symptome einer Nierenschädigung nach AAS können von einem Bodybuilder leicht ignoriert werden, da die ersten Symptome unspezifisch sind. Hierzu zählen unter anderem: Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Kopfschmerzen. Auch Konzentrationsstörungen treten auf. Zu den typischeren Symptomen zählen dunklerer oder schaumiger Urin (Hinweis auf Proteinurie) und vermehrte oder verminderte Urinausscheidung.

Daher ist es klar, dass ihm unter anderem hier eine große Bedeutung zukommt. Es besteht ein starker Zusammenhang zwischen einer proteinreichen Ernährung und den Nieren. Wenn die Schäden chronisch werden, sind Schwellungen der Knöchel, des Gesichts und der Augenlider sowie ein schwer kontrollierbarer Bluthochdruck charakteristische Symptome. Mit der Zeit nimmt der Appetit ab und es treten Übelkeit und Erbrechen auf. Es kann auch zu einem unangenehmen Geschmack und Geruch im Mund kommen.

Bei Nierenversagen sind Aszites, starke Schläfrigkeit und mangelnde Urinausscheidung keine seltenen Symptome. Zudem wird der Teint fahler und es kommt zu Juckreiz. Auch Muskelgewebe baut sich schnell ab.

Wie schützen Sie Ihre Nieren und Leber während Ihres Zyklus vor Schäden?

Der Schlüssel hierzu liegt in der regelmäßigen Durchführung entsprechender Tests, unter anderem zur Bestimmung der Leberenzyme, des Bilirubins und anderer Indikatoren, die den Zustand dieser Organe bestimmen. Um eine positive Beziehung zwischen Anabolika und Nieren aufrechtzuerhalten, lohnt es sich immer, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von bis zu 4-5 Litern pro Tag zu achten. Darüber hinaus sollten Sie unbedingt auf Alkohol und andere Genussmittel verzichten und stattdessen Leber- und Nierenpräparate wie Silymarin, N-Acetylcystein, Tauroursodeoxycholsäure oder Omega-3 in Ihre Ernährung aufnehmen. Darüber hinaus ist eine ständige ärztliche Überwachung und die Aufsicht eines Spezialisten erforderlich, der den Bodybuilder kompetent durch den Zyklus führt.