Testosteron wird eindeutig mit Männlichkeit und männlicher Potenz in Verbindung gebracht. Diese Annahme wird oft vor allem von Menschen vertreten, die Doping in Erwägung ziehen oder gerade erst damit beginnen. Das Problem ist, dass Hormone – insbesondere in Kombination – turbulent sein können. Mit der Zeit, sowohl während als auch nach der Einnahme von AAS, können erhebliche Störungen der sexuellen Gesundheit auftreten. Welcher Zusammenhang besteht tatsächlich zwischen Steroiden und Libido? Falls Sie sich diese Frage stellen, finden Sie hier die Antworten. Lesen Sie weiter.
Wann können Steroide die Libido steigern?
Viele, aber nicht alle AAS, steigern die Libido. Die gesteigerte Libido ist auf die Wirkung von Steroiden auf Testosteron zurückzuführen. Obwohl es sich um synthetische Varianten oder Derivate dieses Hormons handelt, wirken sie ähnlich wie die natürliche Verbindung. Dies wiederum führt – zumindest anfänglich – zu einer deutlichen Steigerung des Sexualtriebs und verstärkt Erektionen, unter anderem dank der verbesserten Durchblutung. Dies gilt insbesondere, wenn sich der AAS-Anwender zusätzlich mit Substanzen wie Aromataseblockern (dem Enzym, das die Aromatisierung zu Östrogen bewirkt) oder Prolaktinhemmern schützt. Dies ist wichtig, da dies zwei von mehreren Hormonen sind, die die Libido negativ beeinflussen. In diesem Zusammenhang kann der Zusammenhang zwischen Steroiden und Potenz negativ interpretiert werden, da der Körper die Menge an injiziertem Testosteron und seinen Derivaten kompensiert.
Können Steroide die Potenz verringern?
Und da wir gerade über den Zusammenhang zwischen Testosteron und Libido sprechen, ist es auch erwähnenswert, wann eine externe Zufuhr dieses männlichen Hormons tatsächlich Probleme mit der sexuellen Gesundheit und dem sexuellen Antrieb verursacht. Dies geschieht am häufigsten während langer und intensiver Zyklen. Darüber hinaus wird angenommen, dass sowohl niedrige als auch sehr hohe Dosen die männliche Sexualfunktion beeinträchtigen können.
Lange Zyklen, die beispielsweise 8 Wochen überschreiten, können besonders verheerend sein, insbesondere wenn Nieren- oder Blutgefäßschäden auftreten. Das Kreislauf- und Ausscheidungssystem spielt eine große Rolle für die allgemeine Gesundheit, einschließlich der sexuellen Gesundheit. Darüber hinaus wird die „erotische Fitness“ oft als Gradmesser für die allgemeine Gesundheit eines Mannes (und den menschlichen Zustand im Allgemeinen) angesehen.
Welche möglichen negativen Auswirkungen hat die Einnahme von Steroiden im Zusammenhang mit sexuellen Funktionsstörungen?
Wenn Steroide einen positiven Effekt auf die Libido haben, ist dies leicht erkennbar. Es kommt zu einer allgemeinen Steigerung der Libido (und damit zu einem häufigeren Verlangen nach Geschlechtsverkehr) und zu festeren Erektionen. Sexuelle Gesundheitsprobleme können jedoch auch subtiler beginnen und unangenehme Folgen haben.
Das erste und offensichtlichste Symptom ist die erektile Dysfunktion. Die Fähigkeit, eine zufriedenstellende Erektion zu erreichen, kann sichtbar eingeschränkt sein. Die Ursachen können hormonell und vaskulär sein. Beispielsweise tritt dieses Symptom häufig auf, wenn der Testosteronspiegel sinkt (z. B. zwischen Injektionen) und die Hypothalamus-Hypophysen-Hoden-Achse blockiert ist (dies kann bereits innerhalb weniger Tage nach Zyklusbeginn passieren). Dies kann jedoch rückgängig gemacht werden. Schlimmer noch, wenn die Einnahme eines bestimmten Medikaments die Blutgefäße geschädigt hat – das Blut kann dann nicht mehr richtig zum Penis fließen, was zu einer unvollständigen oder fehlenden Erektion führt.
Eine HPTA-Blockade hat noch eine weitere Auswirkung. Kennen Sie das Sprichwort: Ein ungenutztes Organ verkümmert? Im Zusammenhang mit Steroiden und Potenz ist dies entscheidend. Der Körper beginnt, die Hoden als unnötige Belastung zu betrachten, schaltet sie ab und sie beginnen zu schrumpfen. Dies führt zu einer verminderten Spermienproduktion. Dies kann zu verminderter Fruchtbarkeit oder Unfruchtbarkeit führen.
Die Folge all dieser Faktoren kann eine allgemeine Verschlechterung der Lebensqualität sein – nicht nur des Sexuallebens. Eine verminderte Libido und eine Verschlechterung der sexuellen Gesundheit beeinträchtigen die Beziehung zu Partnern und führen zu Frustration. Zusätzlich können Symptome in anderen Systemen auftreten.
Wie schützt man seine Libido während und nach dem Zyklus?
Grundsätzlich ist es für eine positive Korrelation zwischen Testosteron und Libido notwendig, das hormonelle Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. Was bedeutet das? Der Basiszyklus sollte beispielsweise eines der synthetischen Äquivalente dieses männlichen Hormons enthalten, wie z. B. Enantat oder Cypionat. Zusätzlich sollte der Östrogenspiegel regelmäßig kontrolliert werden. Erhöhte Werte sollten beispielsweise mit Aromatasehemmern kontrolliert werden. Bei der Einnahme von Nandrolon oder Trenbolon sollte der Prolaktinspiegel überwacht werden (z. B. durch die Einnahme von Cabergolin).
Wie kann man Hodenatrophie vorbeugen? Humanes Choriongonadotropin (HCG) kann helfen, die Hodenaktivität und damit die endogene Testosteronproduktion aufrechtzuerhalten (was unter anderem zur Aufrechterhaltung der Libido nach einem Steroidzyklus beiträgt). In manchen Fällen werden auch potenzsteigernde Mittel wie Proviron eingesetzt.
Eine Testosteronblockade sollte immer durchgeführt werden.
Wie bereits erwähnt, haben Steroide eine starke Wirkung auf das endogene Testosteron – und damit auf die sexuelle Gesundheit. Bereits nach 2–5 Tagen kann die Hypothalamus-Hypophysen-Hoden-Achse (HPT) blockiert sein. Aus diesem Grund sollte immer eine PCT durchgeführt werden, insbesondere wenn Sie während der Einnahme von AAS keine Produkte zur Unterstützung der Hoden verwendet haben. Nur so können Sie die Libido nach einem Steroidzyklus wiederherstellen und Ihre allgemeine Gesundheit sowie die in dieser schwierigen Zeit aufgebauten Muskelzuwächse erhalten. Vor solchen Maßnahmen sollten jedoch immer Hormontests und Blutanalysen durchgeführt werden, um ein umfassendes Bild der Situation zu erhalten.
