Sportler greifen zu verschiedenen Substanzen, die den Körper im Training unterstützen, den Muskelaufbau beschleunigen, die Kraft steigern und die Kondition verbessern sollen. Neben klassischen Steroiden (SAA) werden dabei auch SARMs, Peptide oder Nahrungsergänzungsmittel verwendet. Doch was steckt hinter diesen Begriffen? Wie unterscheiden sich SARMs von Peptiden? Und worin liegt der Unterschied zwischen Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten?
SARMs und Peptide – was sind sie und worin bestehen die Unterschiede?
SARMs und Peptide sind im Vergleich zu Steroiden weniger bekannt, finden jedoch in der Bodybuilding-Szene zunehmend Anklang.
Was sind SARMs?
SARMs (selektive Androgenrezeptor-Modulatoren) wirken gezielt auf bestimmte Rezeptoren. Sie versprechen einige der Vorteile von Steroiden – etwa mehr Muskelmasse oder eine definierte Muskulatur – allerdings mit potenziell weniger Nebenwirkungen. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie ungefährlich sind.
Noch befinden sich SARMs in klinischen Tests, weshalb die Langzeitfolgen nicht vollständig bekannt sind. Gesichert ist, dass Substanzen wie Ligandrol oder Ostarine Bluthochdruck, Stimmungsschwankungen sowie Schäden an Leber und Nieren verursachen können. Langfristig blockieren sie zudem die Hypothalamus-Hypophysen-Hoden-Achse.
Sind SARMs in Polen legal?
In den USA hat die FDA SARMs weder als Medikamente noch als Nahrungsergänzung zugelassen. Offiziell gelten sie als „Produkte für Forschungszwecke“. In Polen ist die Situation ähnlich: Sie sind erhältlich, jedoch mit unklarem Rechtsstatus. Hinzu kommt, dass die Zusammensetzung häufig nicht standardisiert ist – ein zusätzliches Risiko.
Wer SARMs nutzt, sollte sich bewusst sein, dass rechtliche Grauzonen bestehen und die Auswahl des Anbieters entscheidend ist.
Was sind Peptide?
Peptide sind Eiweißketten aus bis zu 50 Aminosäuren, verbunden durch Amidbindungen. Sie kommen sowohl natürlich in Lebensmitteln vor als auch in synthetischer Form. In der Fitnessszene gelten sie als beliebt, da sie den Aufbau von fettfreier Muskelmasse fördern, die Fettverbrennung unterstützen und weitere positive Effekte haben können.
Sie werden oft als weniger schädlich eingeschätzt als Steroide oder SARMs. Dennoch: Auch Peptide befinden sich in einer Testphase, und die Langzeitwirkungen sind unklar. Mögliche Nebenwirkungen sind vermehrtes Schwitzen, gesteigerter Appetit, Schlafprobleme. Auf Dauer können Insulinresistenz und hormonelle Störungen auftreten.
Rechtlicher Status von Peptiden in Polen
Genau wie SARMs werden auch Peptide ausschließlich als „Produkte für Forschungszwecke“ verkauft und sind rechtlich nicht eindeutig geregelt.
Hauptunterschiede zwischen SARMs und Peptiden
SARMs und Peptide unterscheiden sich in Ursprung, Wirkweise und Anwendung, auch wenn die Ergebnisse teilweise ähnlich erscheinen – mehr Muskelmasse, mehr Kraft, Fettabbau.
Peptide gelten als etwas sicherer, wirken aber langsamer und oft sehr spezifisch (z. B. für bestimmte Stoffwechselprozesse). SARMs sind dagegen „breiter“ in ihrer Wirkung und näher an Steroiden.
Nahrungsergänzungsmittel – was sind sie und worin unterscheiden sie sich von Medikamenten?
Rechtlich wie auch in der Wirkung unterscheiden sich Nahrungsergänzungsmittel stark von Medikamenten. Nahrungsergänzungen sind Lebensmittel, die Vitamine, Mineralstoffe oder andere Nährstoffe zuführen. Sie dienen nicht zur Behandlung von Krankheiten.
Medikamente hingegen sind streng reguliert, durchlaufen klinische Studien und werden als Heilmittel zur Vorbeugung oder Behandlung von Erkrankungen zugelassen.
Unterschiede zwischen Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten:
- Ziel: Medikamente behandeln Krankheiten, Nahrungsergänzungsmittel ergänzen die Ernährung.
- Nebenwirkungen: Medikamente haben oft stärkere Nebenwirkungen; bei Nahrungsergänzungsmitteln treten sie seltener auf (abhängig von Dosis und Qualität).
- Zulassung: Medikamente benötigen klinische Studien und Registrierung, Nahrungsergänzungsmittel müssen lediglich bei den Behörden gemeldet werden.
- Vertrieb: Medikamente können verschreibungspflichtig sein, Nahrungsergänzungen sind frei erhältlich.
Immer auf geprüfte Quellen setzen
Unabhängig davon, ob man Nahrungsergänzungen, Peptide oder andere Präparate nutzt: Es handelt sich um Substanzen, die den Körper beeinflussen. Daher ist es ratsam, sich gründlich zu informieren und auf geprüfte, möglichst reine Produkte zu setzen – für mehr Sicherheit und bessere Vorhersehbarkeit der Wirkung.
