Welche Blutmarker sollten aktive Menschen kontrollieren?

Menschen, die regelmäßig körperlich aktiv sind, genießen in der Regel eine bessere Gesundheit. In Wirklichkeit hängt ihr Zustand jedoch von vielen weiteren Faktoren ab – etwa von Lebensstil und Ernährung. Deshalb sollten Sportler wie auch Freizeitsportler, ob im Fitnessstudio, auf dem Spielfeld, im Dojo oder im Ring, regelmäßig Blutuntersuchungen durchführen lassen. Warum das wichtig ist? Wenn du bewusster trainieren möchtest, lies weiter.

Warum sollten körperlich Aktive Biomarker überwachen?

Grundsätzlich gilt: Wenn „alles andere stimmt“, bringt dir das Training größere Vorteile. Doch ein belasteter Körper durchläuft viele Veränderungen und benötigt wesentlich mehr Nährstoffe für Entwicklung und Regeneration. Daher lautet die Antwort auf die Frage, welche Blutuntersuchungen beim Krafttraining sinnvoll sind: Man sollte regelmäßig prüfen:

  • das Lipidprofil,
  • die Leberwerte und ihre Enzyme,
  • die Schilddrüsenhormone,
  • den Eisenspiegel im Blut.

Regelmäßige Untersuchungen helfen, Mangelzustände zu vermeiden und Überlastungen rechtzeitig zu erkennen. Solche Gesundheitsmarker reduzieren bei aktiven Menschen das Risiko von Übertraining oder einer Vernachlässigung anderer Aspekte eines intensiven Lebensstils. Besonders bei Personen, die zusätzlich auf starke Pharmakologie zurückgreifen, ist dies entscheidend. Blutuntersuchungen dieser und anderer Parameter sind daher unverzichtbar – nicht nur wegen des Zusammenhangs zwischen „Blutbild und Training“.

Warum sind Lipidmarker wichtig?

Das Lipidprofil umfasst unter anderem:

  • Gesamtcholesterin,
  • LDL,
  • HDL,
  • Triglyzeride,
  • das Verhältnis LDL zu HDL.

Körperliche Aktivität – egal ob Krafttraining oder eine andere Form – kann das Lipidprofil verbessern, also das Verhältnis von „gutem“ HDL zu „schlechtem“ LDL sowie den Triglyzeridspiegel. Gleichzeitig beeinflussen auch andere Faktoren wie Ernährung oder die Einnahme bestimmter Substanzen das Ergebnis. Ein verschlechtertes Lipidprofil kann zu:

  • Arteriosklerose,
  • Schlaganfällen,
  • erhöhtem Risiko für Herzinfarkte,
  • akuter Pankreatitis,
  • Stoffwechselerkrankungen (z. B. Typ-2-Diabetes, Adipositas) führen.

Deutlich wird: Regelmäßige Kontrollen schützen Sportler vor schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen.

Leberuntersuchungen bei körperlich Aktiven

Zu den wichtigen Parametern gehören:

  • ALT,
  • AST,
  • GGT,
  • ALP,
  • Bilirubin gesamt und Fraktionen,
  • Albumin.

Die Leber spielt eine zentrale Rolle im Fettstoffwechsel und bei der Entgiftung. Bei Menschen, die orale Präparate einnehmen, ist dieses Organ besonders belastet. Hinzu kommt, dass intensive Aktivität die Leberenzyme auf natürliche Weise ansteigen lässt – was bei der Auswertung der Werte berücksichtigt werden sollte.

Warum also Bluttests für die Leber? Weil Funktionsstörungen nicht nur die Leber selbst, sondern auch viele andere Organe betreffen können. Folgen sind u. a.:

  • Gelbsucht,
  • Vergiftungen,
  • Gallensteine,
  • Leberinsuffizienz,
  • Wundheilungsstörungen,
  • Schädigungen von Nieren oder Gehirn.

Frühzeitige Untersuchungen helfen, diese Risiken zu vermeiden.

Bedeutung der Schilddrüsenwerte für Sportler

Die Schilddrüse steuert den Hormonhaushalt und den Stoffwechsel. Sie beeinflusst Regeneration, Energieproduktion und Herzfrequenz. Für Sportler ist sie daher besonders wichtig. Relevante Blutwerte sind:

  • TSH,
  • FT4,
  • FT3,
  • Gesamt-T4 und T3.

Störungen der Schilddrüse können u. a. zu führen:

  • chronischer Müdigkeit,
  • unerklärlichem Gewichtsverlust oder -zunahme,
  • Libidoverlust,
  • verlangsamter Regeneration,
  • Osteoporose,
  • Herzproblemen,
  • Autoimmunerkrankungen,
  • Testosteronmangel.

Eisen – warum ist es so wichtig bei erhöhter Belastung?

Eisen ist entscheidend für die Bildung von Hämoglobin und Myoglobin und somit für die Sauerstoffversorgung der Muskeln. Mangel kann zu Energiemangel, schlechterer Leistungsfähigkeit und sogar Anämie führen. Übermaß verursacht oxidativen Stress und Organschäden. Zu den wichtigsten Parametern zählen:

  • Gesamteisen,
  • Ferritin,
  • Transferrin und Sättigung,
  • Hämoglobin,
  • Hämatokrit,
  • Erythrozytenzahl.

Zu wenig Eisen senkt die Leistungsfähigkeit, zu viel belastet Leber, Herz und Bauchspeicheldrüse und kann Entzündungen sowie Diabetes fördern.

Trainiere und achte auf dich!

Der Körper hält viel aus – doch nur, wenn man sich gut um ihn kümmert. Wer intensiv trainiert, sollte den Zusammenhang „Blutwerte und Training“ nicht unterschätzen. Regelmäßige Untersuchungen und ärztliche Betreuung sind der Schlüssel zu Gesundheit und langfristigem Erfolg.